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Stand 16.08.2017
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VERBRAUCHER INITIATIVE Lebensmittel-Broschüre: Genießen statt wegwerfen
Ein Themenheft der VERBRAUCHER INITIATIVE verrät Tipps und Tricks für einen besseren Umgang mit Lebensmitteln und klärt darüber auf, was es mit dem Verfallsdatum und den Handelsklassen auf sich hat. Mit einem Test können Verbraucher sich bewusst machen, wie sie selbst mit Lebensmitteln umgehen und lernen, wie sie durch geschicktes Einkaufen und richtiges Lagern von Lebensmitteln bares Geld sparen können. Die 16-seitige Broschüre „Genießen statt wegwerfen“ ist für 3,55 Euro (inkl. Versand) bei der VERBRAUCHER INITIATIVE, Elsenstraße 106, 12435 Berlin erhältlich oder kann unter 
www.verbraucher.com für 2,05 Euro heruntergeladen werden.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt sich das gekennzeichnete Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung in einem optimalen Zustand befindet und ist daher im Wesentlichen eine Art Gütesiegel. Doch viele Verbraucher wissen gar nicht, dass das Lebensmittel nach diesem Datum keineswegs verdorben, ungenießbar oder gesundheitsschädlich sein muss. Viele gute Lebensmittel werden deshalb viel zu schnell weggeworfen! Dabei reicht es, nach Ablauf des MHD zuerst einmal seine Sinne zu gebrauchen, zu schnüffeln, zu kosten, ehe nur wirklich verdorbene Ware im Müll landet.

„Zu verbrauchen bis“
Um das Mindesthaltbarkeitsdatum festzulegen, setzt der Hersteller seine Produkte einem sogenannten Stresstest aus. Durch klimatische Bedingungen wie in einem Brutschrank, Kühlschrank oder bei feuchten Raumtemperaturen lässt sich künstlich ein schnelles „Altern“ der Lebensmittel herbeiführen. Maßgeblich für die Ermittlung des Genusswertes sind die Produkteigenschaften Geschmack, Geruch, Konsistenz und Nährwert. Mit den erhaltenen Werten kann der Hersteller das optimale MHD bei sachgerechter Lagerung ermitteln und häufig noch eine gewisse Pufferzeit mit einbauen. Fast alle verpackten Lebensmittel sind nach Ablauf des MHDs auch weiterhin verwendbar und können ohne Bedenken verzehrt werden. Trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Grieß, Salz, Honig und Zucker sind praktisch unbegrenzt haltbar.
Anders verhält es sich mit der Angabe „Zu verbrauchen bis“. Diese Angabe wird auf leicht verderbliche Produkte wie Hackfleisch oder frisches Geflügelfleisch aufgedruckt. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums darf diese Ware weder verkauft noch verzehrt werden.

Wie lange?
Wie lange Lebensmittel im Einzelnen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus haltbar sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Haltbarkeit ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, z.B. von der richtigen Lagertemperatur (kühl, trocken) und dem richtigen Lagerungsort (Keller, Kühlschrank, Gefrierschrank); auch sind der Feuchtigkeitsgehalt eines Lebensmittels sowie die Art der Verarbeitung ausschlaggebend. Einer Konserve, die ein, zwei Jahre haltbar ist, werden ein, zwei Monate über dem MHD nicht viel anhaben. Bei einem Joghurt dagegen werden es nur ein bis maximal zwei Wochen Toleranzzeit sein.

Frischeschutz
• Geöffnete Lebensmittel sollten immer in wieder verschließbaren Gefäßen aufbewahrt werden, um sie vor verderblichen Einflüssen wie Bakterien, Sauerstoff und Feuchtigkeit zu schützen.
• Apfelsaft, egal ob in Flasche oder im Tetrapack, hält nach dem Öffnen im Kühlschrank bis zu vier Tagen. Nie aus der Flasche trinken, da sonst Keime und Bakterien direkt mit dem Saft in Verbindung kommen und ihn schneller verderben.
• Rohe Eier halten im Kühlschrank gut drei bis vier Wochen. Ein einfacher Frischetest: das Ei in ein Glas Wasser geben. Geht es unter, ist es frisch; schwimmt es, muss es weg.
• Reste aus offenen Fischdosen immer umfüllen, nie in der Dose aufbewahren.
• Konfitüre in einem geöffneten Glas hält sich im Kühlschrank bis zu vier Wochen.
• Gekochter Schinken hält auch im Kühlschrank höchstens vier Tage. Wird er grau, sollte er nicht mehr verzehrt werden.

Zwar verlieren auch tiefgefrorene Lebensmittel mit der Zeit an Qualität, doch das Einfrieren von Lebensmitteln ist immer noch eine gute Möglichkeit, die Haltbarkeit zu verlängern. So können saisonale Angebote auch einmal in größeren Mengen eingekauft, auf Vorrat zubereitet und portionsweise eingefroren werden.

 

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